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Budo24 - Kampfsportartikel - Der Wachstumsmarkt


ALLGEMEINE REGELN (vor dem Kampf)

Die Wettkampffläche ist auf eine Größe von 12m x 12m genormt,  wobei auf deren innerem Teil (8m x 8m) der  eigentliche Kampf   stattfindet. Die vier Kampfrichter befinden sich außerhalb  der Ecken  der Wettkampffläche,  die Ausgangspositionen der Kämpfer sind  genau in deren  Mitte (Abstand: 1m). Die Betreuer ("Coaches")  haben  Ihren  Platz  3m  außerhalb  der Fläche, links  bzw. rechts  vom Wettkampfgericht, dass  sich natürlich auch außerhalb befindet. Einzig  der Ringrichter  befindet sich während des  Kampfes auf der  Kampffläche.



Die beiden  Kontrahenten sind dazu verpflichtet, neben dem Tobok die komplette Kampfausrüstung (siehe Training) zu  tragen. Schuhe, Uhren, Brillen sind wie das Tragen sonstiger nicht dem Taekwondomaterial  zugehörigen Utensilien verboten. Ferner versteht sich die sofortige Disqualifikation bei der Feststellung von Doping oder jeglichem Drogenmißbrauchs von selbst.



Die Dauer eines Kampfes ist auf drei Runden à drei Minuten festgelegt. Diese sind unterbrochen durch zwei  jeweils einminütige Pausen. Bei bestimmten Veranstaltungen,  i.d.R. sind das inoffizielle   Vergleichswettkämpfe einzelner Vereine,  kann  die Kampfdauer auf  drei Runden à zwei Minuten  mit Pausen von jeweils 30 Sekunden verkürzt werden.


WETTKAMPFMODUS

Auch hier  muss man  unterscheiden  zwischen offiziellen  Meisterschaften und inoffiziellen Vereins-Vergleichswettkämpfen.  Bei  Letzteren  hat  jeder  Kämpfer i.d.R.  nur  einen  Kampf,  wobei  hier  die Verantwortlichen der teilnehmenden Vereine geeignete  Gegner (Rang, Alter, Gewicht) füreinander  aussuchen. Auf solchen  Wettkämpfen starten ausschließlich eher unerfahrene Kämpfer, die erst einmal in  das Thema KAMPF hineinschnuppern müssen, bevor Sie für Meisterschaften geeignet bzw. reif sind.



Eben bei diesen sieht der Modus etwas anders aus. Hier gibt es zwei Altersklassen, Junioren und Senioren, bei denen innerhalb der  Gewichtsklassen das Los entscheidet.  Je nach  Teilnehmerzahl  in einer Gewichtsklasse hat ein Teilnehmer  nun  mehrere  Kämpfe,  wobei die  Regel des "K.O.-Systems" zum  Tragen kommt. Sobald ein  Teilnehmer auch nur  einen  Kampf  als  Verlierer beendet, ist er aus dem Turnier ausgeschieden.


BEWERTUNG EINES KAMPFES

Es  gibt  für  einen  Kämpfer  mehrere Möglichkeiten, aus einem Kampf als Sieger hervorzugehen. Der Sieg kann durch Disqualifikation, Aufgabe oder Verletzung des Gegners errungen werden.  Die häufigsten Fälle sind jedoch Knock Out (K.O.) oder Sieg nach Punkten.  Ein K.O. liegt vor,  wenn ein  Kämpfer sich nach einem harten Treffer  oder einem Niederschlag  nicht  wieder  binnen zehn  Sekunden in  die Kampfstellung begibt,  um zu signalisieren, dass  er  nicht kampfunfähig  ist.



Ein  Sieg  nach  Punkten  ist  allerdings  die  Regel.  Punkte  werden nach Treffern gegeben,  die  beim  Gegner Wirkung  zeigen, also in keinem Fall bei Treffern mit Leichtkontakt.  Solche  Treffer wären z.B. Fußtreffer am Kopf oder wirkungsvolle Treffer am  Rumpf. Da  Fausttreffer  nur auf die Kampfweste erlaubt sind, führen diese,  des  geringen Effektes  wegen,  eher selten  zum  Punktgewinn. Armtreffer werden  nicht  gewertet, ebensowenig  wie  Treffer,  die im Fallen erzielt werden, wobei Letztere wiederum durchaus zu einem K.O. führen können.


Erzielte Wertungen  können allerdings auch  wieder  verloren gehen. Dies  ist möglich durch Verwarnungen und Punktabzüge.

Beispiele:

VERWARNUNGEN PUNKTABZÜGE
Halten des Gegners Angriff nach Unterbrechung durch Kampfleiter
Flüchten vor dem Gegner
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absichtl. Verlassen der Kampffläche 
(8m x 8m)
absichtl. Verlassen der Wettkampffläche 
(12m x 12m)
Kniestoß Kopfstoß
Werfen des Gegners
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Simulieren von Verletzungen
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Tiefschlag
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Stoßen des Gegners
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absichtliches Fallenlassen Angriff auf gestürzten Gegner
Faust zum Gesicht Verletzung durch Faustschlag zum Gesicht
erregte Äußerungen des Kämpfers/Betreuers Beschimpfungen
Jubel nach einem Treffer
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Verwarnungen sind sinngemäß ein halber Strafpunkt, haben daher einzeln keinen Einfluß auf den Punktestand. Jeweils zwei Verwarnung innerhalb einer Runde addieren sich jedoch zu einem Strafpunkt (Minuspunkt). Sechs Verwarnungen während der gesamten  Kampfdauer ziehen die Disqualifikation nach sich. Bei Punktegleichstand, also unentschieden, verliert der Kämpfer mit den  meisten Verwarnungen. Erst wenn dann immer noch remis herrscht, erklärt das Wettkampfgericht den optisch überlegeneren Kämpfer zum Sieger.


BEWERTUNGSMODUS

Jeder  der vier Kampfrichter ist mit einem Gerät ausgestattet, auf dem sich je ein blauer und ein roter Knopf befinden, gemäß den Kampfwestenfarben der Kämpfer. Sobald  mindestens drei der vier Kampfrichter  innerhalb einer Sekunde denselben Knopf  betätigen,  wird  auf  der  elektronischen  Anzeigetafel  ein Punkt  für  den jeweiligen Kämpfer vermerkt.


GEWICHTSKLASSEN
(Tabelle)
 

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