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Als traditionelles Taekwondo bezeichnet man für gewöhnlich sämtliche Bestandteile,  die  nichts  mit  dem Thema Kampf zu tun haben.  Ich behandle hier unter diesem Begriff folgende Themen:
Formen  -   Ilbo-Taeryon   -   Bruchtest


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FORMEN

Die Formen  werden oft als eine  Art Schattenboxen bezeichnet. Es handelt sich hierbei um festgelegte Folgen von Bewegungen bzw. Techniken, wie sie bereits seit Jahrhunderten gelehrt werden.  Die Formen heißen im Taekwondo "POOMSE" und sind,  um es anschaulicher zu machen in  Etwa mit den sogenannten "Chattas" aus dem  japanischen Karate vergleichbar.  Sie  können aus bis zu 40 Einzeltechniken bestehen,  die auswendig wiedergegeben werden müssen. Je nach Rang muss eine gewisse  Anzahl  an Poomse  beherrscht  werden,  denn bei  den Gürtelprüfungen werden sie "abgefragt". Der Schwierigkeitsgrad sowie der Umfang einer Form steigt natürlich entsprechend. Ursprünglich waren die sogenannten "Hyongs" die Formen des Taekwondo.  Sie  unterschieden sich in Sachen Technikenabfolge und Umfang. Seit  einigen Jahren,  im modernen Taekwondo also,  werden jedoch annähernd weltweit die Poomse gelehrt.
Sehr interessant für Wettkampffreudige, die dem kämpferischen Teil  des Taekwondo  nicht  soviel  abgewinnen  können,  ist  die  Tatsache, dass  auch im Bereich Poomse offizielle Meisterschaften ausgetragen werden .


ILBO-TAERYON

Der  Ausdruck  bedeutet  wörtlich  übersetzt "Ein-Schritt-Kampf". Hier wird ein Zweikampf simuliert. Beide Kämpfer  stehen sich, nachdem sie sich voreinander verbeugt haben,  in der Kampfstellung gegenüber. Einer  von beiden  greift dann seinen Gegner  mit einem Faustschlag in Kopfhöhe
unter Ausübung  eines Kampfschreis  ("Kyab")  an.  Dabei  macht er einen Schritt nach vorne,  daher  der Name der  Übung. Der Verteidiger  hat  nun  mehrere Möglichkeiten.  Er  kann den  Hieb mit einer Blocktechnik abwehren und kontern, oder  schlichtweg  ausweichen  und dann kontern.  Entscheidend bei dieser Übung ist jedoch der Konter,  wobei dem Kämpfer alle Möglichkeiten von Techniken und Technikkombinationen,  seien es Blocks, Schläge oder Tritte,  aus dem Repertoire des  Taekwondo  offen  stehen. Wichtig  beim Ilbo-Taeryon, dass es,  außer bei Blocks, ohne  Kontakt ausgeübt wird. Sinn und Zweck ist die Demonstration von Technik  und  Einfallsreichtum.  Mit seiner letzten  Technik stößt der Verteidiger schließlich  einen Kampfschrei  aus. Dadurch wird das Ende der Übung signalisiert und beide  Kontrahenten  kehren in die  Ausgangsstellung  zurück. Danach erfolgt beliebig oft eine Wiederholung der Übung  mit verteilten Rollen.
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