Organisatorisches

Damit man an einer Gürtelprüfung teilnehmen kann, müssen einige Voraussetzungen  erfüllt  sein. So muß  jeder Prüfling  seinen Taekwondo-Pass mitbringen, welcher vom Verband ausgestellt wird. Man erhält diesen i.d.R. bei der ersten Gürtelprüfung. Die Kosten für diesen  Pass  betragen  einmalig 25 DM. Weitere Kosten entstehen durch die Prüfungsgebühr, sowie durch die Jahressichtmarke  der  Deutschen Taekwondo Union (DTU).  Sie kostet 35 DM und ist Bedingung für  die Teilnahme an Prüfungen sowie  anderen   offiziellen Veranstaltungen, da ein Sportler über diese  Marke  für das  jeweilige  Kalenderjahr versichert ist.


Ablauf

Die  Prüfung  beginnt  mit einem  gemeinsamen  Aufwärmen.  Unmittelbar  danach werden die ersten Anwärter geprüft. Es wird mit  den am  niedrigsten Graduierten begonnen und mit den am höchsten Graduierten geendet, wobei von Rang zu Rang ein  unterschiedliches  Programm  zu  durchlaufen  ist.  Geprüft  werden  einzelne Techniken, die jeweils relevante Poomse, unter Umständen eine niedrigere Poomse zur Kontrolle, sowie Ilbo-Taeryon (siehe Traditionelles Taekwondo). Dazu kommen ab  dem 5.Kup (siehe Graduierungen ) ein Bruchtest  und  ein  Freikampf   mit Leichtkontakt.  Des weiteren werden ab dem  4.Kup  Hosinsul-Techniken  geprüft. Neben dem praktischen  Teil  enthält die Prüfung auch einen theoretischen.  Hier werden  Dinge wie z.B. koreanische Fachausdrücke, Kampfrichterkommandos oder auch die  sinngemäße Wiedergabe des  deutschen Selbstverteidigungsparagraphen abgefragt.  Ob  die  Prüfung  nun  bestanden  oder  nicht  bestanden  wurde,  hängt davon ab,  ob das Prüfungskomitée den  gewonnenen  Gesamteindruck  als für die neue  Graduierung ausreichend erachtet oder nicht.  Die Durchfallquote nimmt bei Farbgurtprüfungen jedoch nur    einen sehr geringen Prozentsatz ein.
Nach dem  Ende der  Prüfung erhält jeder erfolgreiche Absolvent unter Beifall eine entsprechende  Urkunde, sowie  seinen Taekwondo-Pass, in dem der neue Rang vermerkt wurde, zurück.


Dan-Prüfung

Die  organisatorischen  Richtlinien,  um hier teilnehmen zu können, sind dieselben wie oben,  mit dem Unterschied,  dass  die  Prüfungsgebühr  150 DM  beträgt.  Seit dem  Absolvieren  der Prüfung  zum  1.Kup  muss mindestens ein Jahr vergangen sein. Der Ablauf ist im Großen und Ganzen derselbe wie der einer Farbgurtprüfung.
Die  Dan-Prüfung  findet, da regional,  in einem etwas  offizielleren Rahmen  statt. Bestandteile sind, wie gehabt, zwei Formen, Ilbo-Taeryon und Hosinsul (wobei hier deutlich mehr  unterschiedliche Varianten beherrscht werden müssen), Freikampf und der  Bruchtest.  Bei letzterem steht jedoch die Technik nicht frei.  Es  müssen drei Bretter in  direkter Folge zerschlagen werden;  eines per Fauststoß,  eines per Yop-Chagi  und das dritte per Pandae-Dollyo-Chagi.  Außerdem werden die Bretter bei der  Dan-Prüfung angefeuchtet, um den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen. Beendet wird die Prüfung ebenfalls mit einer Theorieabfrage.
Um  eine  möglichst  objektive  Entscheidung  über Bestehen  oder nicht Bestehen gewährleisten  zu  können, entscheiden  hier mehrere  Prüfer.  Ferner werden die einzelnen  "Disziplinen"  mit Punkten bewertet. Von den maximal 100  möglichen Bewertungseinheiten  sind  60,0  nötig, um die Prüfung erfolgreich zu absolvieren.


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